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EIN JAHRTAUSEND GESCHICHTE

Es war im Jahr 1404, als eine Gruppe von Einsiedlern in diesem Tal, eingebettet zwischen dem Monte Grappa und den Hügeln von Treviso, Zuflucht fand und beschloss, zu bleiben. Zu bauen. Zu verweilen.
Seit jenem Moment hat der Komplex von Santa Felicita nie aufgehört zu leben: Einsiedelei, Kloster, Produktionsstätte, pulsierendes Herz einer Gemeinschaft. Seit Jahrhunderten hat sich der Rhythmus der Gebete mit dem Rhythmus der Jahreszeiten verflochten, und diese Steine haben alles in sich aufgenommen – Hingabe, Arbeit, Stille.

Im Jahr 1939 trafen die Geschichte von Santa Felicita und die der Familie Reginato aufeinander, und aus dieser Begegnung entstand etwas Neues. Mit Großvater Libero kamen neues Leben und neue Energie – und mit den folgenden Generationen öffnete sich die Antica Abbazia der Welt: für Gäste, für Reisende, allen, die einen wahren Zufluchtsort vor dem Chaos des Alltags suchten. Eine Geschichte in der Geschichte, geprägt von Gastfreundschaft, Leidenschaft und einer Verbundenheit mit einem Ort, der von Generation zu Generation immer weiter gewachsen ist. Den Wurzeln treu, doch stets mit Blick auf die Zukunft.

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DIE KLEINE KIRCHE SANTA FELICITA

Es waren die Einsiedler selbst, die sie 1404 zusammen mit dem übrigen Komplex errichteten. Klein, schlicht, auf Dauer angelegt. Im Jahr 1587 wurde sie erweitert und erhielt die Gestalt, die sie bis heute prägt.

 

In den folgenden Jahrhunderten wurden die Messen immer seltener, die Instandhaltung immer unregelmäßiger, die Stille immer länger. Und doch hielt sie stand – wie es nur Dinge mit tiefen Wurzeln tun.

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Mit der Ankunft der Familie Reginato fand diese kleine Kirche Menschen, die sich um sie kümmern konnten. Um 1955 wurde sie restauriert, und die Familie führte das Fest der Santa Felicita wieder ein – eine einfache Geste, aber eine voller Bedeutung: einem Ort seine Seele zurückzugeben.


In die Fußstapfen und die Fürsorge von Großvater Libero tretend, hat sich die Familie Reginato entschlossen, sich weiterhin um sie zu kümmern. Im Jahr 2025 brachte eine gründliche und liebevolle Restaurierung sie wieder ans Licht. Heute ist die Kirche wieder für Besucher geöffnet – ein Ort, an dem die Zeit stillsteht und Jahrhunderte der Geschichte nur darauf warten, erzählt zu werden.

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DER OFEN – EIN WIEDERENTDECKTER ORT

Vielleicht stand er schon 1520 hier, als er in einem alten Grundbuch als kleine Zelle am Rande des Komplexes verzeichnet wurde. Vielleicht ist es dasselbe Gebäude, das auf einer Karte aus dem Jahr 1865 still und leise zu sehen ist. Die Geschichte dieses kleinen Winkels von Santa Felicita besteht mehr aus Vermutungen als aus Gewissheiten – und darin liegt etwas Schönes.

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Was wir wissen, ist, dass diese Einsiedlerzelle im Laufe der Zeit zu einem Ofen wurde: ein stets brennendes Feuer, der Duft von warmem Brot, das tägliche Leben des Klosters, das sich innerhalb dieser Mauern fortsetzte. Ein bescheidener und notwendiger Ort, wie es die wahrhaftigsten Orte immer sind.


Der Ofen, der in einem baufälligen Zustand vorgefunden wurde, wurde durch die jüngsten Restaurierungsarbeiten, die dem gesamten Komplex neues Leben eingehaucht haben, ebenfalls wieder zum Leben erweckt. Heute kann man ihn besichtigen – und sich inmitten von Stein und Stille in eine Zeit entführen lassen, die einst verloren schien.